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Gesundheit durch Trauer

Gesundheit beinhaltet die Fähigkeit, auch schwierige Lebenssituationen, Konflikte, Niederlagen, Verluste, Versagen und Kränkungen zu meistern bzw. zu lösen. Das Gefühl der Trauer erfüllt dabei eine wichtige, not-wendige Funktion (Lit. Mitscherlich, Kast). Jeder Mensch hat in seinem Leben unvermeidliche Widerwärtigkeiten (Krankheit, Tod) zu verkraften, die mit irgendeiner Form von Leid verbunden sind.

Jeder hat für sich die Freiheit zu entscheiden, ob er diese Tatsache .für sich akzeptiert oder sie leugnet bzw. verdrängt.
Unter Trauer wollen wir das Gefühl verstehen, das mit der Annahme des Leidvollen entsteht (z.B. einer Kränkung oder des Todes eines geliebten Menschen). Mit dieser gefühlsmäßigen Annahme wird nicht nur die Tatsache selbst an-er-kannt, sondern auch meine Verletzung durch sie.
Über die Trauer wird also "die Welt bzw. das Leben, so wie es auch leidvoll ist" und gleichzeitig " mein verletztes Selbst" realisiert. Durch sie wird also wieder die Verbindung zu "meiner äußeren und meiner inneren Wirklichkeit" hergestellt.

Trauer macht etwas wieder "ganz" - sie heilt.
Wird das durch irgendwelche Kränkungen verursachte Leid verleugnet oder verdrängt, bleibt es durch den "Stress des Realitätsverlustes bzw. der Lüge" wegen der ständigen Bedrohung durch Entdeckung weiter wirksam. Diese ständige, häufig unbewußte Belastung kann sich auch als eine unbestimmte Angst äußern; sie kostet in jedem Fall Kraft und schwächt damit. Das Trauergefühl wird bereits bei Schimpansen vermutet (Lit.Goodall, Spiegel). Wir Menschen kommen mit der Fähigkeit zur Trauer zur Welt. Sie kann von allen leidvollen Gefühlen entlasten und die Beziehung zur Welt und "mir selbst" wieder herstellen. Dementsprechend setzen Kinder grundsätzlich diesen Anpassungs- und Lösungsmechanismus ein. Unter äußerem Druck kann die "Trauer- Lösung" jedoch diskreditiert werden. Einmal können die Eltern ihre Unfähigkeit zu trauern beispielhaft dem Kind "ver-erben", indem sie ihm Verleugnung bzw. Verdrängung der Trauer - "das macht mir alles nichts aus", oder dadurch, daß sie statt dessen Ärger und Wut gegen den möglichen Verursacher bzw. die "widerwärtige Situation" richten oder dadurch, daß sie sich selbst bedauern - "warum ich"- vorleben.

Der Unterschied zwischen Trauer und Selbstbedauern ist im Grad der Akzeptanz der Realität begründet: Trauer nimmt die reale schmerzliche Situation an, das Selbstbedauern lehnt ab. In anderen Fällen unterdrücken Eltern die Trauer- "hör endlich auf zu weinen"- weil sie das Kind nicht verstehen, sich gestört fühlen, oder auf ihr schlechtes Gewissen reagieren. Hinzu kommen noch überkommene Vorstellungen von "Tapferkeit" oder "ein Junge weint nicht". Die allgemein verbreitete Abwertung der Trauer als Schwäche lässt sie uns immer wieder mit unserem "stolzen Selbstbild" kollidieren und sie zum eigenen Gesundheits- Schaden unterdrücken. Wir nehmen uns damit das neben Liebe und Freude wichtigste "Gesundheits-Instrument"- häufig aus falschem Stolz selbst weg. Die befreiende Wirkung werden die meisten kennen - z.B. wenn man über den Verlust eines geliebten Menschen weinen kann. (> Resignation) Die aufkommende Trauer ist häufig als ein "im Körper aufsteigendes Gefühl" zu spüren.

Es kann Wärme- und Druck- Qualität haben; aus dem Bauch u.U. wellenförmig hochziehend hinter dem Brustbein zu spüren sein und dort "die Brust - wie auch den Hals - eng machen". Wenn ich dann aus Stolz oder Angst oder eventuell aus Rücksichtnahme auf andere, die ich damit nicht belasten möchte, den aufkommenden Affekt wieder "runter schlucke" bzw. unterdrücke, setze ich angestrengt Kraft ein, um letztlich eine Spannung bzw. Druck in mir drin zu behalten.

Dieser "verhaltene Druck" bleibt damit körperlich spürbar und wirksam: als Enge in Brust und Hals, Druck auf dem Magen, geblähtes Gefühl im Bauch, Muskelschmerzen durch die Anstrengung des "Sich-zu-sammem-Nehmens" sowie Mißempfindungen (Schmerzen, Druck, Benommenheit, Brummen, Tinnitus) im Kopfbereich. Kann die Trauer weiter aufsteigen, ist das bei manchen als Spannungsgefühl im Rachen, Gaumen dann anschließend Druck in der Nase - Nase voll - , Brennen in den Augen und schließlich im Tränenfluß spürbar. Wird der Tränenfluß nach außen nicht zugelassen, läuft die Tränenflüssigkeit über die Tränenkanäle in die Nase und dann entweder nach außen oder wenn die Schleimhautschwellung der "vollen Nase" dies nicht zulässt in die Nasennebenhöhlen. Bei derartigem Umgang mit seiner Trauer kann dies dann zu Entzündungen der Nebenhöhlen (Sinusitis) führen, geschieht dies gewohnheitsmäßig kommt es entsprechend zu immer wieder auftretenden oder chronischen Sinusitiden. Sie sind dann der alternative Ausdruck der unterdrückten - deprimierten - Trauer.

So könnte man allgemein definieren, daß die Depression Auswirkung der unterdrückten Trauer - gleichzeitig kann man es als Aggression gegen sich selbst verstehen.

Von Dr. Günter Eble

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