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Gesundheit durch Angst

Angst – Sorge und Vorsicht sind Unterformen – hat grundsätzlich eine gesundheitserhaltende Funktion.
In dieser Funktion ist die Angst selbst also „gesund“.
Allgemein läßt sich sagen, daß sie dabei Bedrohungen der Gesundheit annimmt und davor warnt, d.h. sie informiert und erzwingt Aufmerksamkeit, die eigenen (Gesundheits-) Bedürfnisse bewußter zu beachten: Das nennt man „Signalcharakter der Angst“.
In der Elternrolle ist die eigene Bedürfniserfüllung bzw. Sorge und Fürsorglichkeit auf das Kind ausgeweitet. Damit schließt das Informations-, Warn- und Aufforderungs-System „Angst“ auch die „Gesundheitsbedürfnisse“ des schutzbefohlenen Kindes mit ein. Dieses Muster der übertragenen Fürsorglichkeit bzw. Sorge vom Helfer auf den „bedrohten Anvertrauten“ findet sich auch in anderen sozialen Beziehungen wieder: Pfleger – Gepflegter, Arzt – Patienten, Sozialarbeiter – Obdachloser u.a. In diesen Fällen kennzeichnet die „gesunde Angst“ oder Sorge um den Anderen eine positive soziale Grundhaltung.
Das „gesundheitserhaltende Angstsystem“ des Menschen schließt also mit seinen Unterfunktionen Informationen, Warnung und Beauftragung („gesund“ zu handeln) den bzw. die anderen Menschen, denen ich sympathisch, empathisch, solidarisch verbunden bin, mit ein. Hier werden unseres Erachtens sogar hohe humanistische, soziale Werte der Angst in ihrer verbindenden solidarisierenden Kraft deutlich.

Die „gesunde Angst“ warnt immer vor drohendem (Gesundheits-)Verlust. Im folgenden sollen die möglichen Werte, die verloren gehen können, beispielhaft aufgezählt werden. Diese (Gesundheits-)Werte, die als dem Menschen zugehörig vom Verlust bedroht sind, lassen sich in materiell – körperliche und geistig - ideelle Eigenschaften bzw. Fähigkeiten unterscheiden. Eine andere Einteilung ist in
1. Angst um das Selbst wie Angst vor Organschäden (Verletzungen) und Organverlusten (Auge, Gliedmaße) sowie Organfunktionsstörungen (Atem-, Herzstillstand, Lähmung). Angst vor dem getrennt werden von Luft und Energiespender, vor Mangel und Hunger, Kälte und Einsamkeit.
2. Angst um die Verbundenheit mit „dem Anderen“ (Energiespender) bzw. vor Trennung
„Energiespender“ soll hier sowohl in ganz spezieller (Nahrungskalorien, äußere Wärme) als auch allgemeiner (Krafteinsatz der Eltern, Pfleger, Betreuer) als auch übertragener Bedeutung (Geborgenheit in Solidar-, Volks-, Religionsgemeinschaft, charismatischer Führer, Künstler – Idole, Schamane, Priester, Gott –König) verstanden werden.
In diesem Zusammenhang wird man auch an Sheldrakes „morphisches Feld“ erinnert; stellvertretend sei die Termitenkönigin erwähnt, deren „Kraftfeld“ den Staat und das geordnete Zusammenspiel aufrechterhält.
Durch die Angst zu schützende Werte wären dann positive, d.h. austauschende Beziehungen zum Energiespender; sie lassen sich mit Begriffen wie Achtsamkeit, Mitgefühl, Zuneigung, Verständnis, Vertrauen, Zuversicht, Herzenswärme, Güte Liebe, Kooperation, umschreiben.

Auf der gleichberechtigten Beziehungsebene der Erwachsenen sind energiespendende und energieempfangende Funktion wechselseitig reziprok „partitioniert“ – idealerweise – partnerschaftlich.
Angst weist also auf drohenden Verlust von
1. „Selbst“ – ganz oder Teile davon – und von
2. „Teilhaberschaft am Anderen“ hin.
Angst selbst ist also eine auf Bindung und Zusammenhalt ausgerichtete Kraft. Die Intensität des Angstgefühls ist demnach gleichzeitig Beweis und Maß der Wertschätzung dessen, um was ich bange. Diese Bestimmungsfunktion der Angst ist ebenfalls „gesund“, da sie ja einen zu be- oder er-haltenden Wert anzeigt.
Wir wollen nun im einzelnen untersuchen, welche „Selbst- und Teilhaberwerte“ bedroht sein können Selbstachtung bzw. die Identifikation des Selbst mit positiven, wertvollen Eigenschaften wie Attraktivität, Schönheit i.w.S., Liebenswürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit u.a. umreißt einen Teilbereich der Werte.

Ein anderer Teilbereich wird durch meine wertvollen Fähigkeiten d.h. meine Kompetenz - Machen können - ausgefüllt. Beispiele für solche Fähigkeiten sind aktiv und passiv bewußt in Beziehung treten zu können, sich auszutauschen (im Geben und Nehmen), anzunehmen und abzulehnen, zu lieben und zu bekämpfen, zu erkennen usw. Je effizienter ich mich in diesen Funktionen erlebe, desto wertvoller und um so sicherer fühle ich mich.
Ein weiterer Teilbereich, der für das Selbst relevanten Werte ist die Ordnung. Ordnung bedeutet alle Eigenschaften und Fähigkeiten des Selbst sowie alle Eigenschaften und Prozesse des „Anderen“ in einem sinnvollen Miteinander zu verstehen. Je kongruenter die ordnenden unbewußten und bewußten Verständnisprozesse sind, desto größer ist die Sicherheit.
Die für das „Selbst“ geltenden absichernden Werte können auch auf das „Andere“ übertragen werden, mit dem ich mich positiv bzw. annehmend verbunden fühle.
Konkret heißt das, ich fühle mich sicher, wenn ich meine wichtigen Bezugspersonen (Partner, Eltern, Kinder, Freunde, Kollegen, Bekannte, Mannschaftskameraden, Landsleute, „Volk“) mit attraktiven Eigenschaften, effektiven Fähigkeiten (Tüchtigkeit) und geordnet erlebe.
Im „unpersönlichen Anderen“ also meinem heimatlichen Umfeld bedeutet Sicherheit Zugang zu materiellen und kulturellen Ressourcen.

Die „gesunde Angst“ ist also in ihrer Informations-, Warnungs- und Aufforderungsfunktion eine positive Kraft, die uns hilft notwendige Verbindungen in mir und meinem „wertvollen Selbst“ und dem „wertvollen Anderen“ (Menschen und Ressourcen) zu halten mit dem Ziel des körperlich-seelisch-sozialen Wohlgefühls.


Zur Entstehung der Angst

Bei dieser Fragestellung soll es um die Ontogenese des „Angstsystems“, also die Entwicklungsgeschichte der Angstphänomelogie vom ungeborenen Kind bis zum Erwachsenen gehen. Die bekannten physiologischen, vegetativ-hormonellen und immunologischen Zusammenhänge sind an anderen Stelle erläutert und sollen hier nicht ausdrücklich berücksichtigt werden.

Ob ein Kind bereits im Mutterleib Angst empfindet, kann höchstens vermutet werden. Wenn wir jedoch von den dargestellten Angstfunktionen zum Schutz vor Verlust von Werten ausgehen, wird die Angstempfindung vor- und nachgeburtlich eher eine unterschiedliche Qualität haben, da es ja erst mit der Geburt zu einem wirklichen Trennungserlebnis kommt. Die vegetativ-hormonellen Abläufe, die mit dem Angstgefühl gekoppelt sind, treten in ähnlicher Weise sicher auch bereits im Mutterleib auf; sie werden hier vielleicht als gesteigerte Lebendigkeit gefühlt: Die Vorstellung eines drohenden Verlusterlebnisses kann jedoch erst nach der Geburt mit einer “erfahrenen Trennungs-Erinnerung“ verbunden werden. Erst dann ist eine leibhaftige, schmerzliche Bewertung eines drohenden Verlusts möglich.

Danach bleibt die Angst ein sich immer wieder in Erinnerung rufender, warnender Begleiter. Sie differenziert und konkretisiert sich ständig in ihrem Informations-. Signal- und Auslösecharakter. D.h. ich lerne zunehmend genauer Bedrohungen zu erkennen, zu beurteilen und ihnen zu begegnen. Die ursprüngliche alleinige Trennungs-Angst – von der Mutter weg – wird zunehmend zugunsten der Verlustangst „verschiedener Werte“ wie Liebe, Anerkennung, (bereits erworbene) Fähigkeiten, Orientierung u.a. differenziert.

Entsprechend dem altersabhängigen Wertewandel, wandelt sich auch die Ausrichtung bzw. bevorzugte Blickrichtung der Angst (Sorge). Steht beim Säugling und Kleinkind ganz die Beziehung zur Mutter im Mittelpunkt, rückt mit Ausweitung des Erlebnisraums mit einer immer größer werdenden Anzahl weiterer Personen auch die Sorge um die Beziehungen zu diesen Personen in den Vordergrund. Angst vor Sympathieverlust (Lehrer, Freunde), Angst vor Ansehensverlust in der Clique, Partnerverlust, Arbeitsplatzverlust, Sorge um Kinder, Angst vor Krankheit, Alter und Gebrechlichkeit. Die „Relativität der Angst“ wird angesichts des im Laufe der Entwicklung „Verschwindens“ alter Ängste und Entstehen neuer besonders augenfällig. Vor dem Hintergrund altersabhängiger unterschiedlicher Lebenssituationen und Aufgaben ist dies auch sinnvoll und gesund. Die Angst einer 30-jährigen Frau vor Kinderlosigkeit ist sicher angemessener, als bei einer 70-jährigen.

Die Auslösung einer Angststimmung ist auf zwei Wegen möglich. Um es wieder am Kind festzumachen, kann es einmal aus sich selbst heraus z.B. über die Annahme eines Getrennt seins von der Mutter ängstlich gestimmt werden. Beispielsweise kann das Empfinden von „Kälte“ (oder auch Hunger) im Kind mit der Erinnerung an die Kälte nach der „Geburts-trennung“ verbunden werden. In dieser Assoziation von Kälte und Trennung, nimmt das Kind eine erneute Trennungsdrohung an und schreit nach der Mutter. Damit stellt es – gesunderweise – die Verbindung zur Mutter wieder her, beruhigt sich und vermittelt sich gleichzeitig den Schutz vor Erkältung.

Der andere Weg ist die ängstliche Bestimmung durch beispielsweise die Mutter. Damit ist gemeint, daß das Kind eine ängstliche Stimmung der Mutter aufnimmt und mitfühlt. Ohne, daß das Kind in oder an sich trennungs- bzw. verlustanzeigende Signale (Kälte, Hunger) wahrnimmt, gerät es über seine mitfühlende Resonanz der mütterlichen Verlustangst (z.B. vor Partnerverlust) selbst in einen verängstigten Zustand, den es dann „irgendwie“ mit Trennung verbindet, ohne in sich dafür einen Anhalt bzw. ein konkretes Signal wahrzunehmen. Es schreit aus dieser „Trennungs-vermutungs-angst“ nach der Mutter, die es bereits die ganze Zeit hält, ohne, daß es bei fortgesetzter mütterlicher Übertragungsangst zur Befriedung des Kindes kommen kann. In diesem Problem kann ein Motiv der „Schreikinder“ liegen, die von der Mutter kaum zu beruhigen sind.
Ein Orientierungsverlust des Kindes (und auch häufig der Mutter) mit entsprechender Angstzunahme ist eine weitere Komplikation.

Die „verworrene“ Situation stellt sich so dar. Das Kind kennt seit seiner Geburt den Trennungsschmerz mit allen Begleitqualitäten. Es hat Angst vor der Wiederholung der Trennungserfahrung. Es ist auf dem Arm der Mutter, die beispielsweise von der Angst des Partnerverlusts gequält wird. Es nimmt diese Trennungs- bzw. Verlustangst auf, fühlt sie mit und ist damit selbst ängstlich gestimmt. Diese Angstempfindung verbindet es mit seinem (geburtlichen) Trennungsschmerz und schreit nach der Verbindung mit der Mutter, obwohl es diese Verbindung gleichzeitig auch tatsächlich erlebt. Trotz der realen Verbundenheit mit der Mutter wird die Trennung bzw. Verlust durch die in der Verbundenheit übernommene Angststimmung aufrechterhalten. Da gleichzeitig reale Angstauslöser (Kälte, Hunger) fehlen, kann das Kind keinen gewohnten (Geburts-) Zusammenhang herstellen und ist desorientiert. Verstärkt wird die Desorientierung noch dadurch, daß das Kind ja noch einen weiteren Widerspruch verarbeiten muß: Der reale Kontakt mit der Mutter ist angstbestimmt – erwartet wird Beruhigung. Die Angst wird damit größer und die Hilflosigkeit der Mutter auch. Mit dieser Erfahrung wächst gleichzeitig die mütterliche Erwartungsangst (Belastung, Versagen) vor dem Nächstenmal. Diese dem Kind von außen „unter die Haut gehende“ Angst kann ihren Ausdruck dann auch in einer Neurodermitis finden.

Damit sind wir auch am Übergang der gesunden Angst zur Krankheit. Man könnte also allgemein sagen, Angst wirkt dann krankmachend, wenn sie die Art des drohenden Verlusts nicht mehr anzeigen kann; oder der Zusammenhang zwischen Angstentstehung und Bedrohung nicht herzustellen ist.
Hierbei fordert die Angst ständig erhöhte Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft, ohne dies einer Lösung oder Beendigung zuführen zu können. Dies ist gleichbedeutend mit einem psych-somatischen Dauerstress und den zugehörigen Folgekrankheiten (Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Bewegungsapparat).

Was lassen sich aus diesen Überlegungen für Folgerungen im Umgang mit der Angst ziehen.
1. Es ist sinnvoll, Angst grundsätzlich als sinnvoll, hilfreich, notwendig und gesund anzuerkennen.
2. Angst hat immer eine Ursache und einen Zweck.

Ursache der Angst ist die Annahme eines drohenden Verlusts, den ich mit schmerzlichen Vorerfahrungen von „Trennung“ verbinde.
Die Angst informiert mich über einen angstauslösenden Reiz (Schmerz, Kälte, Hunger), stellt eine warnende Verbindung zu einem möglicherweise drohenden Verlust her und löst eine bestimmte Einstellung zu dieser Verlustdrohung bzw. Reaktion zu meinem Schutz aus.
Je genauer ich mir diese verschiedenen Angstfunktionen beobachte, desto sicherer werde ich im Umgang mit der Angst und mit Bedrohungen bzw. Verlusten.

Ängste und Sorgen sind „wertgebunden“; Werte (Beliebtheit, Tüchtigkeit, Zuneigung, Vertrauen, Freiheit, Besitz, Ansehen, Eltern, Kinder, Freunde) jedoch sind altersabhängig. Dementsprechend schwinden alte, „überholte“ Ängste (Sorgen) und „neue“ altersgemäße kommen hinzu (z.B. Angst um Zeugungsfähigkeit). Dies ist ein Indiz, daß die Angst auch auf die Lebensrelevanz oder Werte hinweist und altersspezifische „Lebensaufgaben“ anregt; Hinweis auf den „Torschluß“. Kränkend für Leib und Seele ist die Angst nur dann, wenn die Quelle des drohenden Verlusts nicht erkannt oder der Angstauslöser („von selbst“ oder vermittels Anderer) nicht zu bestimmen ist. Dann kann Angst zu einem ständigen Dauerstreß mit entsprechenden Folgekrankheiten werden.

Auflösen kann ich jede Form von Angst – ob konkret umschriebene Verlustangst oder diffus übertragene – letztlich nur selbst. Denn nur ich selbst bin in der Lage von mir und für mich zu bestimmen, was ich als drohenden schmerzlichen Verlust oder Mangel empfinde (abhängig von subjektiven Wertvorstellungen) und was ich als ursprünglich im Selbst entstanden oder aber von außen bestimmt bzw. übertragen wahrgenommen habe.
Mit folgenden Fragen kann ich der Auflösung unklarer Ängste bzw. Bedrohungen näherkommen. Näher komme ich; wenn ich auf meine Frage zumindest eine richtige Teilantwort gefunden habe.
Dies wird dann auch in einer Auflösung oder Abschwächung der Angst spürbar.

Solche klärenden Fragen beziehen sich zunächst auf unsere wichtigsten Bedürfnis-Kategorien Selbstwert (beinhaltet gleichzeitig Selbstsicherheit bezüglich des positiven eigenen Wertes bzw. Selbstachtung und Selbstbewußtsein), Können, Ordnung und Verbundenheit (mit dem positiven Anderen). Die unbestimmte Angst läßt mich „überall“ nach einem Mangel (wird auch als eine Form des Verlusts verstanden) oder „Fehlen“ im weitesten Sinn der Bedeutung suchen. Die Unterscheidung der verschiedenen Bedürfniskategorien ermöglicht schon eine Strukturierung der Angst bzw. der möglichen Bedrohungen. Die Klärung bzw. Lösung der Angst kann durch weitere Konkretisierung des drohenden Mangels oder Verlusts innerhalb einer bezeichneten Bedürfniskategorie fortgesetzt werden. Beispielsweise innerhalb der Selbstwertkategorie kann nach drohenden „Ansehensverlust“ gesucht werden. Die Angst würde in diesem Zusammenhang signalisieren, daß ich Eigenschaften oder Verhaltensweisen habe, die ich bei mir nicht entdeckt wissen möchte (z.B. Gier). Ich verbinde die drohende Bloßstellung mit Selbstentwertung, Verlust an Liebe(-nswürdigkeit) und damit an „attraktiver Bindungsfähigkeit“.

In dieser Feststellung wird auch deutlich, daß Verluste in der Selbstwertkategorie gleichzeitig in die Kompetenzkategorie (Können) hineinwirken. Umgekehrt wirken Verluste oder Einbußen der Kompetenz bzw. des persönlichen Machbarkeitsspecktrums – beispielsweise Stimmlosigkeit bei Kehlkopfentzündung – sich auch auf das Selbstwertgefühl demütigend aus und verängstigen entsprechend. Die Ordnungs-Bedürfniskategorie ist z.B. bei Orientierungsverlust durch widersprüchliche Informationen bzw. Erfahrungen betroffen. Das Ordnungs- bzw. Orientierungs-defizit kann einmal durch „doppelte Botschaften, wie ´komm her´ und ´komme mir nicht zu nahe´ gleichzeitig“ entstehen. Eine andere Unordnungsursache ist im Angstentstehungsmuster des „Schreikindes“ beschrieben. Eine vertraute Erfahrung – nämlich die Beruhigung durch den Kontakt mit der Mutter – wird als Vorstellung zugrunde gelegt. Die real erlebte, aktuelle Wahrnehmung ist jedoch die einer von der Mutter ausgehenden ängstigenden Beunruhigung.

Erinnerung, Erfahrung sowie Vorstellungen einerseits und aktuelle, reale Wahrnehmung andererseits können nicht stimmig in einem Zusammenhang eingeordnet werden. Dies bedeutet Befremdung, Unsicherheit und Angst. Gleichzeitig wirkt sich der Ordnungsverlust auch auf die Kompetenz- und Selbstwertkategorie bedrohlich aus.
Schließlich kann ich in der Verbundenheits-Kategorie die „angenehme Beziehung“ zum Anderen bedroht erleben. Vermute ich, daß mir jemand böse ist, mich haßt, auf Rache sinnt o.ä., schürt das meine Angst. Bereits ein Kind nimmt bei solcher Bedrohung ängstlich weitere Umwege in Kauf, um eine feindliche Konfrontation zu vermeiden.
Mein Bemühen um Ansehen, Anerkennung, guten Ruf ist ebenso zum Schutz der positiven Verbundenheit wie es meine Ehrlichkeit, Solidarität, Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Verständnis, Mitgefühl, Freundlichkeit, Gerechtigkeit zur Bewahrung guter Beziehungen sind.

Signalisiert mir die Angst also „Beziehungsverlust“, soziale Isolation oder Vereinsamung, könnte dies meine Suche nach humanistischen sozialen Werten in mir selbst und in meinem Verhalten anregen. Je mehr ich davon in mir finde, desto mehr löse ich meine Angst auf.
Die Angst öffnet demnach mich schließlich selbst – d.h. mir mein Selbst – oder/und öffnet mich der aktiven Zuwendung, Hilfe, Liebe, Mitgefühl, Solidarität, Vertrauen, Gerechtigkeit, Fürsorglichkeit, Achtsamkeit, Ehrlichkeit sowie dem Verständnis für den Anderen. Gleichzeitig werde ich vermittels meiner Vereinsammungsangst zu einem immer dankbareren Empfänger der aufgezählten Werte.

Von Dr. Günter Eble

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